Brandenburger Willkommensinitiativen richten Forderungen an die Landesregierung

Etwa 50 Brandenburger Willkommensinitiativen und viele Einzelpersonen haben am 14. Dezember 2015 einen offenen Brief an die Landesregierung Brandenburg gerichtet, in dem sie bessere Voraussetzungen für das Zusammenleben im Land und ein politisch klares Statement zum Schutz der Asylgrundrechte fordern. Auch die AG Flüchtlinge in Michendorf hat diesen Brief unterzeichnet.

In diesem Brief heißt es: „In Brandenburg gibt es derzeit etwa 100 Initiativen, die sich für bessere Lebensbedingungen von Geflüchteten engagieren. In vielen Fällen übernehmen wir unentgeltlich Beratungs- und Versorgungsaufgaben, die eigentlich staatliche Aufgaben wären. Allerdings scheint in vielen Fällen unsere Arbeit nicht „willkommen“ zu sein. Allzu häufig haben wir das Gefühl uns zunächst gegen unsinniges Verwaltungshandeln durchsetzen zu müssen. Unser Anliegen, den neuen NachbarInnen auf Augenhöhe zu begegnen, bleibt dabei häufig auf der Strecke. In den vergangenen Monaten haben viele von uns durch Fortbildungen und Gespräche mit Geflüchteten, Übersetzen von Briefen und Begleitung zu Behörden enormes Wissen angesammelt. Doch statt unser Wissen für eine grundsätzliche Verbesserung der Situation Geflüchteter einbringen zu können, sehen wir uns oft gezwungen, in Versorgungslücken zu springen und fehlende staatliche Strukturen ausgleichen zu müssen.

Daher verlassen wir nun unsere stille Arbeit vor Ort und wenden uns gemeinsam an die Öffentlichkeit. Wir fordern die Erfüllung der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in Brandenburg, nämlich menschenwürdige Unterbringung sowie Versorgung und Beratung, die Geflüchtete nicht von uns ehrenamtlichen UnterstützerInnen abhängig macht.“

Im weiteren beschreibt der Brief zehn Maßnahmen, die auch aus unserer Sicht umgesetzt werden müssen, damit die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in Brandenburg geschaffen werden, nämlich menschenwürdige Unterbringung sowie Versorgung und Beratung, die Geflüchtete nicht von uns ehrenamtlichen UnterstützerInnen abhängig macht.

Den Brief im vollen Wortlaut sowie eine Pressemitteilung des Flüchtlingsrates Brandenburg finden Sie auf der Homepage des Flüchtlingsrates. Wenn Sie den Brief als Einzelperson unterzeichnen wollen, können Sie dies über den Flüchtlingsrat tun.